David Harnasch

Monat

März 2011

45 Einträge

Ralph Langner: Cracking Stuxnet, a 21st-century cyber weapon  → ted.com

Zehnminütiger Vortrag über die nützlichste Software aller Zeiten: Stuxnet, der erste Computervirus, der einen Krieg verhinderte und den Friedensnobelpreis hoch verdient hätte.

Mar 29, 2011
Mar 29, 20114 notes
AKW Finder zeigt Atomkraftwerke in der Nähe → macnews.de

Super App! Da der iPhone-Akku bekanntlich nichts taugt, ist die nächste zuverlässige Stromquelle wichtig!

Mar 29, 2011
Ereignisse, auf die wir uns freuen können

Wenn Politik Wirklichkeit trifft:

- Spatenstich für den nächsten Bauabschnitt Stuttgart 21 durch MP Kretschmann

- Antrittsbesuch des PM Kretschmann bei Heckler & Koch

- Besichtigung der Forschungsabteilung für Batterietechnik von Daimler in Tokio.

- Werksbesichtigung der EADS-Rüstungs-Tochter Cassidian in Ulm

Mar 27, 20114 notes
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Mar 26, 2011
Landtagswahl / Politics in a nutshell

Ich glaube, die Leute können Ihre Ziele prima selbst verfolgen, sind aber nicht notwendigerweise moralisch gut. Also bin ich liberalkonservativ. Diffus links wäre die Annahme, die Menschen wären im Herzen gut, aber hilfsbedürftig.

Mar 25, 20112 notes
Möglicherweise sagt ein Sichleistenkönnen eines 42”-LCD-TV auch nichts über Armut und Reichtum aus, sondern nur wie billig so ein Teil hergestellt werden kann, und damit wiederum wie intensiv menschliche Arbeit zu Profitgenerierung herangezogen werden kann. Auch die Verlgeiche die du damit anstellst, sind für die Katz: Ein Bankdirektor der 60er Jahre konnte sich mit Sicherheit keinen Fachbildschirm oder z.B: auch keine Mobilkommunikation leisten (obwohl es die technischen Grundlagen dafür sehr wohl schon gab). Ein Hartz-IV-ler kann das heutzutage. Ist nun der Hartz-IV-ler von heute reicher als ein Bankdirektor von damals? - Wohl kaum. Genauso absurd ist daher der Vergleich mit dem Facharbeiter aus der DDR. Gehn wir aber mal davon aus, dass die materielle Basis zumindest zum einfachen Leben gereicht hat. Viel mehr steht einem Hartz-IV-ler bzw. den Niedriglöhnern auch nicht zu - nicht umsonst wird beständig versucht ein Existenzminimum (!) zu berechnen. Einen Unterschied gibt es hingegen sehrwohl: die beiden letzteren müssen um dieses Existenzminimum beständig zittern und werden zudem noch ständig drangsaliert (einmal vom Staat und einmal vom Niedriglohnarbeitgeber), während in der DDR ja angeblich sowieso jede Stelle fünfach überbesetzt war und zur Erbringung der Arbeitsleistung Zeitunglesen vollkommen gereicht hat. Etwas trauriges hat diese Vergleicherei aber doch: Wie verhält es sich eigentlich mit einem gutverdienenden, dafür aber hart arbeitenden leitenden Angestellten bspw. mit seinen 10k monatlich? Ich fürchte was das Zittern um die Existenz angeht ist der Unterschied zum Hartz-IV-ler bzw. Niedriglohnverdiener nicht sehr groß ...

Hiermit beende ich das Thema, das ist einfach zu blöde und langweilig für ein einigermaßen belesenes Publikum, aber eine letzte Antwort gebe ich noch gerne. Sie sind offensichtlich nicht die allerhellste Funzel im Hafen, also bleibe ich zum leichteren Verständnis in Ihrem eigenen Bild:

Ein Bankdirektor der 60er Jahre konnte sich mit Sicherheit keinen Fachbildschirm oder z.B: auch keine Mobilkommunikation leisten (obwohl es die technischen Grundlagen dafür sehr wohl schon gab).

Mobile Kommunikation konnte er sich leisten, wenn er eher Direktor der DB als der Kreissparkasse Bad Salzufflen war, denn die technischen Grundlagen gab es und sie wurden eingesetzt.

Einen Flachbildschirm konnte er sich nicht mal erträumen, denn sowohl LCD- noch Plasmatechnik steckten in den Babysöckchen.

Ein Hartz-IV-ler kann das heutzutage. Ist nun der Hartz-IV-ler von heute reicher als ein Bankdirektor von damals?

Ja, ganz genau das ist er. Endlich haben Sie’s kapiert. Das liegt einfach daran, dass der weltweite Wohlstand dramatisch zugenommen hat. Der Kuchen, den Sie als statisch ansehen,  wächst in Wirklichkeit. Klar kann man den Hartz-4-Empfänger gegen einen heutigen deutschen Bankdirektor wieder armrelativieren. Nur beschreibt das die Wirklichkeit nicht zutreffend. Relative Armut in Deutschland ist schlicht kein Problem. Ein Problem ist absolute Armut, der - Kapitalismus sei Dank - Jahr für Jahr hunderte Millionen Menschen auf der Welt entkommen. Glauben Sie mir: Wenn Sie in Asien vom Feld in die Fabrik gezogen sind, plötzlich statt einer Schüssel Reis am Tag zwei haben, womöglich einmal wöchentlich Fleisch und Ihre Lebenserwartung dreimal so hoch ist, wie die Ihrer 30 Jahre älteren Großeltern, dann ist Ihnen scheißegal, ob ein Deutscher “Armer” nun 50% oder 60% des deutschen Durchschnittseinkommens erhält. Hauptsache, er kauft auch weiterhin den Elektroschrott, den Sie für 150 $ im Monat bei einer Achtzigstundenwoche zusammenschrauben. Denn die Alternative für Sie wäre der Rückschritt zu einer Schüssel Reis täglich in der Subsitenzwirtschaft.

Noch ganz kurz zum

gutverdienenden, dafür aber hart arbeitenden leitenden Angestellten bspw. mit seinen 10k monatlich

Im Gegensatz zu offensichtlich Ihnen kenne ich Dutzende dieser Leute und kein einziger von denen hat Existenzängste. Wer in dieser Liga spielt, ist genervt von den Anrufen der Headhunter, die einen abzuwerben versuchen. Der Grund: “Fachkräftemangel”, schon mal gehört? Dachte ich mir.

Mar 22, 2011
"Aldi hingegen hat mehr für den Lebensstandard der unteren Einkommensgruppen getan als alle Gewerkschaften zusammen..." Tja, auch so ne "schöne" Eigenschaft: Offensichtlich erzeugt diese Gesellschaft Massen an Armut, die auf billiges Essen auf Gedeih und Verderb angewiesen ist. Andererseits gibt es ein Massenangebot an billigem dafür aber umso profitableren Essen, dessen Produktion nur durch intensivste Ausbeutung von Mensch und Natur zu haben ist, ein Produktion also, die zum einen selbst auf das Vorhandensein dieser Armut angewiesen ist und jene wiederum immer weiter reproduziert und vertieft.

Diese Gesellschaft hat entgegen Ihrer Wahrnehmung Armut nicht etwa massenhaft erzeugt, sondern zu exakt 100% abgeschafft. Selbst der “ärmste” Hartz-4-Empfänger gehört nach allen messbaren Maßstäben zu den reichsten 20% der Weltbevölkerung. Alpträumen Sie weiter von “Armut” in Deutschland und deren Vertiefung. Am besten in einem Mediamarkt, während der “Null-Prozent-Finanzierungs-Aktion”, bei dem Hartz-4-Empfänger selbstverständlich den 42”-LCD-TV auf Kredit erwerben können.

Mar 21, 2011
Hallo, Herr Harnasch, wie's der Zufall will: Der Schriftsteller Siegmar Faust, der in der DDR mehrfach wegen Meinungsdelikten inhaftiert war und 1976 in die BRD übersiedelte, die ihn 1976 freikaufte, schrieb am 1.6.2004 in den Schweizer "Zeit-Fragen" Nr. 21, Artikel 8 "Aldi und der Bauernkrieg in Franken" quasi eine Lobeshymne auf den "Discounter-Sozialismus" in der BRD. Dazu schrieb Egon W. Kreutzer eine lesenswerte Replik: http://www.egon-w-kreutzer.de/Meinung/12805LBZeitfragen.html MfG

Danke für die Hinweise. Ich reiche hier den Link zum Cache der Zeit-Fragen nach.

Kreutzers Replik scheitert schon in der Zeile, in der er ignoriert, dass alle freien Marktwirtschaften Monopole gesetzlich unterbinden: “Aber das einzige Ziel dieses Wettbewerbs ist es, eine marktbeherrschende Stellung zu erreichen und damit den Markt und den Wettbewerb möglichst vollständig und dauerhaft außer Kraft zu setzen.”

Im darauf folgenden Absatz offenbart er vollständiges Unverständnis der internationalen Kapitalmärkte. 

Sein Modell basiert auf einer statischen Weltsicht, in der Wohlstand faktisch nicht insgesamt zunehmen, sondern nur unterschiedlich verteilt werden kann.

Offensichtlich ist die faktenfernen Annahme, Konsumenten, Beschäftigte und Kapitalisten seien verschiedene Menschen. Der Normalfall ist aber ein Angestellter, der als Besitzer einer Kapital-Lebensversicherung oder eines Aktienfonds gleichzeitig Kapitalist ist und im Aldi einkauft.

Mar 21, 2011
Habe gerade den Post über die Wehrpflicht und die gute Sozialisierung der Einwanderer in Israel gelesen. Daran möchte ich eine Frage anschließen: Halten Sie die Wehrpflicht grundsätzlich (oder nur in Israel) für ein gutes Integratons-Instrument?

Das ist von Fall zu Fall verschieden. In den USA ist z.B. die Berufsarmee ebenfalls ein exzellentes Integrations-Instrument. In Deutschland hätte es die Wehrpflicht nur theoretisch sein können, wenn einerseits Wehrgerechtigkeit geherrscht hätte und andererseits Dauer, Ausbildungsniveau und Anspruch der Tätigkeit beim Militär geeignet gewesen wären. Was ja nie der Fall war.

Mar 21, 2011
Moin, ich wollte fragen, wie Sie zur Wehrpflicht / Zivildienst bzw. deren Abschaffung stehen. Als Liberaler / Libertärer müssten Sie ja Zwangsdiensten eher kritisch gegenüberstehen. Andererseits sind Sie ja bekanntlich ein Freund Israels und der Schweiz, wo die Wehrpflicht fest in der Gesellschaft verankert ist. Wie stehen Sie dazu und haben Sie selbst gedient? MfG Stubenviech

Hallo Stubenviech,

tatsächlich bin ich froh, dass ich die Abschaffung der Wehrpflicht noch erleben darf. Damit hätte ich nicht gerechnet. Ich selbst habe weder Wehr- noch Zivildienst leisten müssen, da ich in meiner Firma nicht entbehrlich war, was das Kreiswehrersatzamt genauso sah.

Ich bin überzeugt, dass die Schweiz keine Pflichtarmee braucht, aber die Eidgenossen sind ja so vorbildlich organisiert, dass eine Volksabstimmung jederzeit Klarheit darüber verschafft, ob das Volk sie nicht trotzdem will. (Was freilich für einen liberalen schweizer Wehrdienstmuffel dennoch blöd ist.) Anders gesagt: Wäre ich Schweizer, ich würde dagegen stimmen. Bin ich aber nicht, und halte daher meine Klappe.

Die Lage in Israel ist nun überhaupt nicht zu vergleichen mit Deutschland oder der Schweiz. Erstens ist die Bedrohungslage ganz anders, und um im Notfall ein Zehntel der Gesamtbevölkerung mobilisieren zu können, führt am Wehrdienst kein Weg vorbei. Zweitens erfüllt Wehrpflicht dort aber offensichtlich eine zweite wichtige Funktion: Hier werden Einwanderer aus allen Kulturen, vom Äthiopischen Falaschmura über den Russen bis zum Iraker in spätestens der zweiten Generation israelisch sozialisiert. Es bilden sich Seilschaften, die oft ein Leben lang belastbar sind und die Ausbildung ist vorzüglich.

Mar 21, 2011
"Das ist das Schöne am Kapitalismus: Für Sie gibt es Bionade und den Biosupermarkt, für mich gibt es Aldi ..." Schon eigenartig, dass du diese Eigenheit des Kapitalismus auch noch "schön" findest: einerseits erzeugt der Kapitalismus massenhaft Elendskreaturen, die sich nicht einmal zumindest gesundheitsschonende(!) Lebensmittel leisten können (Stichwort: Biosupermakt), andereseits schafft er es trotzdem noch mit eben diesen Gestalten ein Geschäft zu machen (Stichwort: Aldi).

Schön für Alnatura und LPG, dass die Idioten nicht aussterben, die tatsächlich glauben, Bio-Lebensmittel seien irgendwie gesünder als normale. Da das natürlich Mumpitz ist, behaupten nicht mal deren eigene Marketingleute das. Ich kaufe aus ethischen Gründen keine Bio-Argrarprodukte, denn der Flächenverbrauch ist unverhältnismäßig hoch und dem stehen exakt KEINE Vorteile gegenüber.

Aldi hingegen hat mehr für den Lebensstandard der unteren Einkommensgruppen getan als alle Gewerkschaften zusammen, in keinem anderen Land der Welt ist so gutes Essen so billig wie in Deutschland. Und die Albrecht-Brüder machen ihr Geschäft keineswegs nur mit Elendsgestalten. Gucken Sie mal auf die Parkplätze vor den Geschäften und an die Handgelenke der Kunden. Ich bin eindeutig nicht der einzige in der Kassenschlange, der einen Zweitausendeurowecker trägt. Das gesparte Geld trage ich dann gelegentlich zum Sternekoch meines Vertrauens.

Mar 20, 20111 note
Zitat: "Ich bin 34, aber gottfroh, meine Kindheit mit Micky Maus, Levi’s und Coke und drei Auslandsreisen jährlich in einem freien, sauberen, gesunden..." Man mag von diesem Konsumscheiß halten was man will, in jedem Fall muss man dafür zahlen und dir ist aber schon klar, dass es in diesem freien, sauberen und gesunden Land gar nicht gesagt ist, dass man sich das überhaupt leisten kann. Sehr viele können das nämlich gar nicht und die, die es können dann nur dadurch, dass sie den Großteil ihrer Lebenszeit mit Arbeit für Profitinteressen anderer vergeuden müssen. Ach ja, und wie "gesund" das Leben in so einem Land wie Deutschland ist, das kann man ja gerade an einem anderem, ähnlich aufgestellten und erfolgreichen Land sehen ...

Natürlich kann sich absolut jeder, der legal in Deutschland ist Coke und Levi’s Jeans leisten. Man muss nur selber kochen, dann reicht Hartz 4 dafür locker. Wer keine Lust auf Arbeit hat, hat einen dramatisch höheren Lebensstandard als jeder noch so fleißige Facharbeiter im Sozialismus. (Wo es übrigens im Gegensatz zum richtigen Deutschland die gesetzliche Pflicht zur Arbeit gab.) Auslandsreisen als Camper und Tramper sind vielleicht nicht besonders komfortabel, aber immerhin legal.

Dass das Leben in Japan extrem gesund ist, zeigt sich an der Tatsache, dass dort weniger Menschen dem Beben und Tsunami zum Opfer fielen, als in Haiti alleine in diesem Jahr an Cholera sterben werden. Obwohl das Beben in Japan um wesentlich stärker war als das, dessen Folgen die Haitianer bis heute quälen.

Mar 20, 2011
Hallo Herr Harnasch, durch Zufall bin ich auf Ihren Kommentar zum AKW Unglück in Fukushima auf Welt.de gestoßen. Ich danke Ihnen für die erste objektive und pointierte Berichterstattung in Japan, die ich in den öffentlichen Massenmedien in letzter Zeit gesehen habe. Welche Medien, Blogs, Kommentatoren im Netz empfehlen Sie? Von Spiegel, Ftd etc... bin ich auf jeden Fall sehr enttäuscht. Danke für Tipps und weiter so! Schöne Grüße, Johannes

Sie werden wahrscheinlich die Achse des Guten mögen und Zettels Raum. Viel Spaß dort!

Mar 20, 2011
Und wieder Post aus der Vergangenheit

Sehr geehrter Herr Harnisch,

natürlich saß ich, wenn auch nur zwei Tage, in Hohenschönhausen und in der Keibelstraße und in Bad Doberan, in Prag und Sofia in Bulgarien, fünf Mal “Zuführung” in den Staasiknast.
Wenn Sie mal bitte Ihre Hausaufgaben machen wollen, ehe Sie den Mund aufreißen……..
Nicht jeder Demonstrant in der DDR ist nach 1989 in die Politik gegangen.
Trotzdem sind wir nicht auf der selben Seite, weil es für mich keine “Seiten” mehr gibt, auch kein “Richtiges” oder “Falsches” Deutschland und schon garkein “Dunkeldeutschland”. Das ist kalter Kaffee, kalter Krieg!
Es gibt für mich Menschen, die ich nach Ihrem Verhalten beurteile, danach ob sie ehrlich sind und Anstand haben, egal ob reich oder arm, alt oder jung, schlau oder einfach gestrickt, egal aus welchem Land sie kommen und wie sie aussehen.
Gerade in der Diktatur der DDR gab es viele aufrechte und tapfere Menschen, die viel geleistet und hart gearbeitet haben.
Ebenso wie es viele Leute in der Bundesrepublik gab, die nicht wie sie 2-3 Malim Jahr verreisen konnten. Ob Sie es nun glauben oder nicht, auch in der BRD gab es Leute die arm waren, politisch gesessen haben (jede Menge Lehrer mit Berufsverbot) und die es sich heute noch nicht leisten könnten am Kollwitzplatz zu wohnen.
Wenn man durchs Ruhrgebiet fährt und mit den Leuten spricht, dann ist das garnicht so weit weg von Bitterfeld.
Für mich gilt der Grundsatz: Je mehr man von einem Land weiß, je mehr man mit den Menschen spricht, desto weniger Vorurteile hat man.
Ich bin erschrocken wieviel Vorurteile Sie haben, gegenüber einem Land, das Sie kaum erlebt haben dürften, wenn Sie jetzt 34 Jahre sind, dann waren Sie 13 Jahre alt, als die Mauer fiel und trotzdem glauben Sie alles zu wissen, statt den Zeitzeugen zuzuhören.
Und wer trinkt heute noch Coke? Leute, die nicht wissen was drin ist. Das ist nun überhaupt keine Frage von Ost und West, sondern, wie ich mich ernähre.
Sage mir was Du ißt und ich sage Dir, wer Du bist. Und von den Großkonzernen kommt nun mal der meiste Schlechtfraß.

Selbstverständlich gab es zu Zeiten des kalten Kriegs ein richtiges und ein falsches,  oder besser: Ein gutes und ein böses Deutschland. Wobei das Böse Deutschland, wie Ihre Biographie beweist zu allererst mal böse zu den eigenen Einwohnern war.

Dass das zwanzig Jahre her ist, ändert nichts daran, dass das menschenverachtende System der DDR zwangsläufig Bürgern mit auch nur minimalsten Ambitionen in eine Täter- oder Opferrolle zwang.

Dass die richtige Seite den Kalten Krieg gewonnen hat, ist wahrscheinlich das zweitgrößte geschichtliche Glück des vergangenen Jahrhunderts nach dem Sieg der Alliierten im Zweiten Weltkrieg.

Selbstverständlich haben viele aufrechte Leute hart gearbeitet und viel geleistet. Der Skandal ist, dass sie dafür selbst als Facharbeiter einen Lebensstandard erhielten, der nach allen quantifizierbaren Maßstäben weit unter dem eines Hartz-4-Empfängers lag, weil das Dreckssystem schlicht nicht in der Lage war, Wertschöpfung zu betreiben.

Und nein, es gab in der BRD zu meiner Jugend überhaupt niemanden, der nicht 2-3 mal jährlich hätte verreisen können. Schon die Generation meiner Eltern (also Ihre) hat Europa als Tramper und Camper auch dann kennengelernt, wenn sie auf Bafög - also faktisch Sozialhilfe - angewiesen war. Um aus politischen Gründen in den Bau zu gehen, musste man im Westen schon wenigstens Polizistenmörder verstecken. Wenn Sie das ernsthaft auch nur in die Nähe beispielsweise ihrer willkürlichen Verhaftungen durch den DDR-Unrechtsstaats rücken wollen, ist Ihnen leicht zu helfen. Beginnen Sie mit dem Wikipediaeintrag für “Gewaltenteilung” und klicken Sie sich von dort aus weiter.

Zu den Lehrern mit Berufsverbot: Lustig, dass ausgerechnet die Leute, die den Staat aus diffus “linker” Motivation von Herzen ablehnten, nichts dringender wollten, als von ihm bezahlt zu werden. Ist ja einer ganzen Generation im Westen in vielen anderen Jobs auch gelungen.

Ihr Vergleich zwischen dem Ruhrgebiet und Bitterfeld stimmt vollkommen. Wäre der Westen nicht seit 20 Jahren damit beschäftigt, Billionen für die Reparatur der durch den Real Existierenden Sozialismus verursachten Verwüstungen zu korrigieren, wäre zwar mehr Geld für den Pott da. Aber Sie legen den Finger zu recht in die Wunde: Die Bevölkerung der DDR konnte nichts für das totale Versagen ihrer politischen <del>Geiselnehmer</del> Führung. Das Ruhrgebiet hat sich hingegen in freien Wahlen regelmäßig selbst für eine katastrophale Politik der Besitzstandswahrung auf Kosten der Zukunft und der anderen Bundesländer entschieden. (Bremen geht den selben Weg, Berlin ebenfalls.)

Wie kommen Sie auf die Idee, ich hätte den Zeitzeugen nicht zugehört? Ich pflege regelmäßigen freundschaftlichen Umgang mit Menschen Ihrer Generation, die die DDR zu erleiden hatten.

Das ist das Schöne am Kapitalismus: Für Sie gibt es Bionade und den Biosupermarkt, für mich gibt es Aldi und gelegentlich die Traube Tonbach. In der DDR gab es Glub Gola. Für alle.

Mar 18, 2011
Email mit Glub Gola

Woher kommt Ihr Hass?
Ihre Geltungssucht?
Schlechte Kinderstube?
Ich schrieb Ihnen und nicht einem Blatt, das ich nicht mal kenne, Sorry!
Wie kommen Sie darauf?
Aber ich lade Sie heute gern ein, in den ehemaligen Staasiknast/Hohenschönhausen zu einer Ausstellungseröffnung, wo der neue Bundesbeauftragte für Staasiunterlagen Roland Jahn eine Fotoausstellung “Gesichter der Friedlichen Revolution” von Dirk Vogel eröffnet.
Da werden Poträts von “bösen Ossis” gezeigt, wie ich, aus “Dunkeldeutschland”, wie Sie es nennen.
Ja, genau da habe ich auch schon mal ein paar Nächte verbracht.
Aber nuckeln Sie nur weiter an Ihrer Coke!
Stopfen Sie sich großkapitalistischen Zucker in den Mund.

Sehr geehrte Frau K.,

sehe ich das richtig: Sie verbachten Zeit in Hohenschönhausen und fragen mich, wieso ich die DDR hasse? Das ist entweder irre, oder Sie waren dort nicht als Häftling sondern bei der Arbeit. Ich kenne und schätze Leute, die in diesem menschenverachtenden Scheißstaat zu leben gezwungen waren und heftig darunter zu leiden hatten und teilweise noch haben. Lediglich die allerundankbarsten Wendeverlierer und Exfunktionäre empfinden für dieses Unrechtsregime anderes als Hass.

Meine Geltungssucht geht nicht über das branchenübliche Maß hinaus, ich stehe nur etwas offener dazu als mancher Kollege.

Wenn Sie unsere Konversation noch mal revue passieren lassen, stellt sich, glaube ich, weniger die Frage nach meiner Kinderstube.

Sie schrieben mir, indem Sie auf den “Feedback”-Button einer öffentlichen Publikation klickten. Ich hätte Ihr Gegeifer allerdings auch veröffentlicht, wenn Sie es mit einem Federkiel auf handgeschöpftes Büttenpapier gekritzelt und mir im Seidenpapierumschlag geschickt hätten.

Die “Gesichter der Friedlichen Revolution” sind doch wohl eher die der guten Ossis, die die bösen Ossis ja zum Glück besiegten. (Mit freundlicher Unterstützung Ronald Reagans, der die Sowjetunion in die Pleite rüstete.) Wenn Sie zu denen zählen - was ich zu Ihren Gunsten eher annehme als eine Mitarbeit bei der Stasi - wieso koffern Sie mich dann derart an? Wir stehen dann doch auf der gleichen Seite.

Ich bevorzuge großkapitalistischen Süßstoff. Gab es eigentlich auch “Glub Gola Leid” oder ist auch das ein Luxus, der im Arbeiterundbauernparadies nur den Bonzen zur reichlichen Verfügung stand?

Fragt mit freundlichen Grüßen
DH

Mar 16, 2011
Schon wieder Post aus der Zone

Es wäre nett, wenn Sie Mails, die Sie PRIVAT als Privatmail erhalten, auch so behandeln. Sie waren nicht als öffentlicher Dialog bestimmt und ich leide nicht an Geltungssucht.

Genau dieses “Gegen den Willen der Persönlichkeit verstoßen”, kennt man von einem totalitären Systhemen und soweit ist die DDR garnicht von manchen Praktikern der Heutzeit entfernt.

Was Sie persönlich als Würtemberger im Prenzlauer Berg finanziert haben, würde mich denn schon noch interessieren.
Das Sie da alles bezahlt haben???? Was denn?

Und das Sie Ossis gegenüber noch heute, 20 Jahre nach Mauerfall, gegenüber haben ist schon erschreckend, da ich nciht weiß, wie alt sie sind, und woher diese “Gefühle” stammen, welche Schule sie durchlaufen haben, frage ich mich natürlich aus welchem Stall diese Vorurteile stammen.

Bitte löschen Sie unsere Korrespondenz in der Öffentlichkeit.
Ich wünsche es nicht.

Sehr geehrte Frau K.,

Sie glaubten, die Achse des Guten sei ein “Blatt” (Sie drückten sich elaborierter aus) und sendeten auf einen Artikel einen Leserbrief an den Autor. Muss ich allen Ernstes einer Kollegin erklären, dass der natürlich nicht privat ist? Ich leide sehr wohl an Geltungssucht und werde meinen Lesern unsere Korrespondenz natürlich nicht vorenthalten, die amüsieren sich dem Feedback nach zu urteilen nämlich prächtig. Wenn Sie nicht veröffentlicht werden wollen, schreiben Sie einfach keine Leserbriefe sondern denken Sie sich Ihren Teil im stillen Kämmerlein.

Schön, dass Sie mir weiterhin die Möglichkeit geben, ein paar fundamentale Unterschiede zu erläutern. Sie haben mich mit ihrer an Invektiven reichen Mail zu einem kleinen Sparring herausgefordert und das schlimmste, was Ihnen nun droht, ist, dass Sie sich damit in der Öffentlichkeit lächerlich machen. (Was allerdings zweifelsfrei grade geschieht.) Hätten Sie sich in der DDR gegenüber einer staatlichen Stelle so benommen, wären Sie mit etwas Pech einfach mal nachts abgeholt worden und hätten wenigstens eine wesentlich unangenehmere Konversation als unsere hier führen müssen.

Was ich persönlich im Prenzlauer Berg gezahlt habe, erkläre ich Ihnen auch gerne: Eine ortsüblich hohe Miete für die kernsanierte Altbauwohnung am Kollwitzplatz. Umgerechnet auf DDR-Kaufkraft dürfte die so ca. dem zehn- bis fünfzehnfachen durchschnittlichen Monatseinkommen Dunkeldeutschlands entsprechen. Und mit diesem Geld bezahlte mein schwäbischer Vermieter die Kredite für die Renovierung der Hütte, die er wegen der steuerlichen Sonderabschreibung von seinem schwäbischen Einkommen gekauft hatte.

Dass nicht nur im Prenzlberg, sondern in ganz Berlin binnen Stunden die Lichter ausgingen, wenn die funktionierenden Teile der Republik die Überweisungen einstellten, muss ich offensichtlich leider auch noch mal erwähnen.

Ich hatte mal die Möglichkeit, das Stasimuseum in der Normannenstraße zu besichtigen. Alleine die Vorstellung, dass Leute, die ich mag, in einem solchen Großraumknast leben mussten, lässt mich erschaudern. Wer einigermaßen empathiefähig ist, muss da Mitleid empfinden. Das hat mit Vorurteilen nichts zu tun. Ich bin 34, aber gottfroh, meine Kindheit mit Micky Maus, Levi’s und Coke und drei Auslandsreisen jährlich in einem freien, sauberen, gesunden und gelegentlich etwas spinnerten Land verbracht zu haben.

Herzliche Grüße
DH

Mar 16, 20112 notes
Neues aus der DDR

Frau K. schreibt noch mal:

Unglaublich wie Sie die DDR noch hassen, Sie sind noch voll der kalte Krieger. Mit Menschen wie Ihnen möchte ein Weltbürger aus der ehemaligen DDR nichts mehr zu tun haben.

Ich antworte gerne:

Liebe Frau K.,

selbstverständlich hasse ich die DDR. Ich finde Totalitarismus nicht so richtig toll, müssen Sie wissen. Wir waren ja mal Nachbarn, wie ich grade sehe. Bevor das richtige Deutschland freundlicherweise die Schulden des vollumfänglich misslungenen Experiments DDR beglichen hat und Smog, Dreck und giftige Suppe wieder in Luft, Böden und Flüsse sanierte, sah es ja auch im Prenzlberg nicht ganz so hübsch aus wie heute. Holzöfen und Toiletten auf halber Treppe kenne ich zum Glück nur von alten Fotos. Es mag ja sein, dass Sie persönlich eine schöne Zeit unter dieser totalitären, menschenverachtenden Diktatur hatten - aber BITTE schreiben Sie das nicht dem Staat zu, der Sie und alle anderen Weltbürger dort gefangenhielt.

Sie waren jung. Und natürlich ist das ein super Lebensabschnitt. Aber doch selbstverständlich trotz und nicht wegen des Staats, in dem Sie ihn verbrachten.

Gegenüber Ossis habe ich normalerweise stets ein diffus-schlechtes Gewissen, ähnlich wie bei der Begegnung mit Holocaustüberlebenden. Ganz Deutschland hat gehörige Scheiße gebaut, und nur ein Viertel der Deutschen musste dafür büßen - die dafür richtig. Die anderen 60 Millionen, darunter meine Familie, durften die beste Zeit der Menschheitsgeschichte genießen.

Aber dann kommen immer mal wieder Leute wie Sie und ich muss mich auf meine Freunde aus dem Osten besinnen, um die Wiedervereinigung nicht von Herzen zu bereuen. Interessant, dass ausgerechnet eine Reisejournalistin einem Regime etwas abgewinnen kann, unter dem es ihren Beruf schlicht nicht geben konnte, weil die zu beschreibende Tätigkeit verboten war.

Denken Sie an mich, wenn Sie nachher im Café Liebling eine Latte Macchiato trinken  - und keinen “Mona” :)

Herzliche Grüße aus Baden-Württemberg, wo das Geld herkommt, das den Prenzlberg gentrifizierte,
sendet
DH

Mar 16, 20111 note
Zur Ehrenrettung der DDR

Ich wies hier darauf hin, dass DDR und Bundesrepublik auf die Katastrophe von Tschernobyl gänzlich unterschiedlich reagierten. Der Kommentar sollte zur Gelassenheit gemahnen, ohne dabei allerdings den gewohnt menschenverachtenden Umgang der DDR mit ihrer Bevölkerung zu rechtfertigen. Wieso ich das explizit hinzufüge? Wegen dieser Mail von Frau K.:

Herzlichen Glückwunsch, Ihr Artikel in der “Achse des Bösen” (nur durch Zufall über Facebook präsent und NIE WIEDER!) ist kompletter Bullshit!

Erstens gab es in der Bundesrepublik bis heute wesentlich mehr Krebstote als in der DDR, siehe Krebsatlas, Statistisches Landesamt.

2. Gibt es kein “RICHTIGES” Deutschland. Wer so redet gehört ins “Deutsche Historische Museum” und zwar in die Abteilung 3. Reich.

3. Gesamt Westberlin wurde mit Gemüse und Obst aus der DDR versorgt, wenn es mal mehr Grünzeug gab, war das zufällig aus dem eigenen Land. Ebenso sieht es mit der Textlindustrie. Was heute bei C&A, H&M aus China kommt, kam früher aus der DDR.
Ehe man seine Klappe so unkontrolliert aufreißt, sollte man Lesen, Recherchieren, dann erst Schreiben!
Was ist das denn für ein hinterwäldlerisches Scheißblatt?!

Wer sich derart engagiert verdient eine ausführliche Antwort:

Ja, Mensch, Frau K., das ist ja super! Da guck ich doch gleich mal in den Krebsatlas (ich sprach zwar von der Lebenserwartung, aber nix für Ungut, kann man mal verwechseln) - und habe den Beweis, dass die fürsorglichen Funktionäre des Arbeiter- und Bauernparadieses ihren Arbeitern und Bauern das Leben sogar VERBESSERTEN, indem sie Tschernobyl totgeschwiegen haben und keinerlei Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz der Bevölkerung ergriffen.

Ähnliches gilt sicher auch beispielsweise für die Region um Bitterfeld, das ja auch nach der Wiedervereinigung total den Bach runterging und heute nicht mehr wiederzuerkennen ist.

Womit sie recht haben: Die primitiven Drecksindustrien, die um den Preis der Gesundheit ihrer Arbeiter den funktionstüchtigeren Teil der Welt mit Low-Tech-Müll zum Spottpreis versorgten, waren in der DDR tatsächlich ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Zu schade, dass diese wundervollen Arbeitsplätze nun alle an beneidenswerte Kinder im Traumland Bangladesh ausgelagert wurden.

Mar 15, 2011
Das eine tun ohne das andere zu lassen → achgut.com

Vielleicht wird es Zeit für einen Urlaub in einer aufstrebenden Atommacht.

Mar 15, 2011
herr harnasch, wann nehmen sie denn den zynischen und inzwischen ja auch längst von den ereignissen überholten artikel des dr. oehmer zum atomunfall in japan von der seite ACHSE DER GUTEN etc. ? formulierungen wie "die lage ist ernst, aber unter kontrolle" oder "das ist schlecht für die betreibergesellschaft des kraftwerks, aber sonst niemanden" wollen sie ja nicht im ernst mittragen, oder? so etwas traue ich nicht einmal einer "karteileiche der FDP" zu... beste grüße, edgar lang

Sehr geehrter Herr Lang,

der Artikel datiert vom Samstag und ich habe ihn bereits mehrfach ergänzt. So ist das üblich bei online-Veröffentlichungen. Natürlich wurde der Artikel von der Wirklichkeit überholt. Und das bleibt so dokumentiert.

Mar 15, 2011
DER SPIEGEL 47/2007 - Legenden vom bösen Atom → spiegel.de

Deutsche Forscher untersuchen in Sibirien eine berüchtigte Atomfabrik aus Sowjetzeiten. Die nukleare Verseuchung, so ihr Befund, wurde überschätzt. Starben auch an den Spätfolgen der Superkatastrophen von Hiroshima und Tschernobyl weit weniger Menschen als gedacht?

Mar 13, 2011
Why I am not worried about Japan’s nuclear reactors. | Morgsatlarge – blogorific. → morgsatlarge.wordpress.com

MUST read. Die erste akkurate, für Laien verständliche Erklärung der Vorgänge in Fukushima, geschrieben von einem Kraftwerkstechniker, der die Medien verfolgt und dies her meint:

I have been reading every news release on the incident since the earthquake. There has not been one single (!) report that was accurate and free of errors (and part of that problem is also a weakness in the Japanese crisis communication). By “not free of errors” I do not refer to tendentious anti-nuclear journalism – that is quite normal these days. By “not free of errors” I mean blatant errors regarding physics and natural law, as well as gross misinterpretation of facts, due to an obvious lack of fundamental and basic understanding of the way nuclear reactors are build and operated. I have read a 3 page report on CNN where every single paragraph contained an error.

Mar 13, 20111 note
Atompanik diesmal auch in der DDR

Gudrun Pausewang siegt auf ganzer Linie: Tausende, vielleicht Zehntausende Menschen sterben bei einer schrecklichen Naturkatastrophe und sie interessieren die Deutschen Medien einen Dreck. Denn ein Störfall in einem Kernkraftwerk könnte mit etwas Glück Pech außer Kontrolle geraten. Never waste a crisis: Als “Experten” äußern sich auf allen Kanälen hauptberufliche Kernkraftgegner im Sold von Greenpeace oder dem Öko-Institut, gutgelaunte Ökos grinsen bei einer Anti-AKW-Menschenkette in die Kameras, weil die Teilnehmerzahlen über den Erwartungen liegen. Es fällt angesichts dieser Bilder schwer, den Kernkraftgegnern ihr “Bedauern” abzunehmen.

Im Moment haben die japanischen Experten die Lage wohl halbwegs unter Kontrolle. Ich will mir nicht vorstellen, wie eine solche Katastrophe in Russland gehandhabt würde. (Von wo aus wir unseren Atomstrom beziehen werden, falls Deutschland aus der Kernkraft aussteigen und nicht massenhaft Kohle- und Gaskraftwerke bauen will.)

Ich sehe grade die vierte oder fünfte Tschernobyl-Doku am heutigen Tage. Die Medien können die bisher ausbleibende Kernschmelze offensichtlich nicht erwarten. Dass Tschernobyl ein komplett anderer Reaktortyp ist als der in Fukushima (weshalb die Experten von Stratfor das Szenario eher mit Three Miles Island als mit Tschernobly vergleichen), geschenkt. Mich fasziniert ein anderer Aspekt: Ich erinnere mich noch gut an die Panik damals im idyllischen Freiburg. Die Dokus zeigen nun, dass in der DDR der Vorfall de facto totgeschwiegen wurde.

Dass die Strahlung einen Tag vor dieser Messung Spitzenwerte erreicht hatte und am Folgetag wieder anstieg, sollte auch niemand erfahren. Auch nicht, dass Regenfälle in Sachsen-Anhalt den Boden verseucht hatten und einige Milchproben eine Radioaktivität aufwiesen, die bis zu 700 Prozent über dem Grenzwert für Säuglinge lag. “Man könnte von gezielter Vergiftung reden”, sagt Kathrin Göring-Eckardt, die grüne Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags.

Ein Zeitzeuge berichtet, dass der einzige sichtbare Effekt ein völlig ungewohntes Angebot an Grünzeug in den Läden war. Weil die DDR jede Menge in Westdeutschland unverkäufliche Nahrung zum Spottpreis eingekauft hatte. Während also 60 Millionen Deutsche den Regen mieden aus Angst vor dem Fallout, haben 20 Millionen Deutsche die volle Ladung abbekommen und Gemüse gegessen, von dem wir im Westen glaubten, es würde im Dunklen bläulich leuchten.

Die Lebenserwartung in der DDR war niedriger als im richtigen Deutschland, aber zum Glück holen die Ossis seit der Vereinigung auf. Am Umgang mit Tschernobyl scheint das frühere Ableben nicht gelegen zu haben. Sieht so aus, als hätte ich durchaus im Regen spielen können und wäre heute trotzdem kerngesund.

Während wir uns einfäkieren wegen einer Katastrophe die bisher ausbleibt, zeigt ein anderes Volk bewundernswerte Gelassenheit angesichts der tatsächlichen - allerdings rein natürlichen - Katastrophe: Die Japaner machen sich bereits still und fleißig ans Aufräumen, während noch nicht mal die Zahl der Toten feststeht.

Mar 12, 20111 note
Parteiübertritt nach Geschlechtsumwandlung - Linke Frau, rechter Mann - sueddeutsche.de → sueddeutsche.de

Da wächst national und sozialistisch in einer Person zusammen, was zusammen gehört.

Mar 11, 2011
“Ich dachte, das wäre Aufnahmebedingung: “dissoziales Verhalten durch mangelnde Körperpflege, unangemessene Kleidung und verwahrloste äußere Erscheinung.” —Kleve: Grüne: Foerster soll aus der Partei fliegen | RP ONLINE
Mar 11, 2011
Hallo Herr Harnasch, seit längerem schon beschäftigt mich eine Frage bezüglich des Themas Vereinbarkeit von Liberalismus und Zionismus, dachte mir, da bietet es sich doch an bei Ihnen nachzufragen. Gesetzt den Standpunkt wir achten Eigentum auch im Sinne von nationaler Souveränität und lassen mal den ganzen Rassenquatsch weg der unweigerlich immer mit der Gründungsgeschichte Israels aufkommt, war die zionistische Bewegung an sich nicht extrem antiliberal weil nationalistisch? Dazu kommt der Aspekt Theologie, wo für Atheisten nur schwer nachvollziehbar ist, dass eine Ideologische Bewegung (der Zionismus ist schließlich ein Gesamtpaket aus Glaube und politischen Vorstellungen) ein über 2000 Jahre altes Buch raus kramt, mit dem Finger auf ein Stückchen Land zeigt und sagt, da haben wir schon immer gewohnt, das hätten wir jetzt gern wieder und die seit Generationen lebenden arabischen Familien wurden vertrieben. Ich zweifel die Legitimität Israels nicht mehr oder weniger an, als jeden anderen Staates, aber durch die noch junge Gründungsgeschichte wiegen die Probleme natürlich ein bisschen anders als beispielsweise bei den USA wo man ein paar Indianer in Reservate gepfercht hat. Keine Frage, die Israelis sind mir hundert Mal lieber als die durchgeknallten Gotteskrieger im arabischen Raum, aber auf ihre Art sind sie ja auch ziemlich fundamentalistisch in ihrem Glauben, der letztlich zu diesen Spannungen geführt hat. Warum bringt man Israel nicht in die Verantwortung den Nahost Konflikt zu lösen, wo sie ihn selber angezettelt haben? Grüße ein interessierter Leser

Lieber interessierter Leser,

danke für die Frage! Selbstverständlich ist der Zionismus genuin Nationalistisch. Allerdings widersprechen sich Nationalismus und Liberalismus keineswegs per se. (Der in den ersten Jahren nach der Staatsgründung dort sehr populäre Sozialismus hingegen schon, den haben Sie aber nicht angesprochen. Inzwischen ist er ja zum Glück Geschichte.) Weiterhin muss ich Ihrer Vermutung widersprechen, der Zionismus sei ein Paket aus Glaube und Politik. Die führenden Vordenker waren allesamt glühende Sekularisten. Während viele Europäer heute die Idee des Nationalstaats für obsolet halten - was es erschwert, die israelische Perspektive nachzuvollziehen - war Nationalismus vor hundert Jahren überall “en vogue” und überhaupt nicht negativ konnotiert. Die Menschen definierten sich in ganz Europa “völkisch”. Tatsächlich gibt ja die Geschichte des 20. Jahrhunderts den frühen Zionisten vollumfänglich recht. Mitte der Vierziger Jahre lautete ein böser Witz: “Was unterscheidet den Pessimisten vom Optimisten? Der Pessimist sitzt in Tel Aviv am Strand, der Optimist in Auschwitz.” Dass Liberalismus und Nationalismus sich nicht widersprechen, beweist aktuell wiederum kein Land eindrücklicher als Israel. Während in Tel Aviv alljährlich eine riesige Gay-Pride-Parade abgehalten wird, ist Homosexualität in allen Nachbarländern eine Straftat. Und ohne die israelische Armee (die ja das entscheidende Kernelement der Nationalstaatlichkeit darstellt) wäre innerhalb von zwei Tagen Schluss mit lustig.

Zur Frage der Vertreibung der autochtonen Bevölkerung: Die jüdische Besiedlung bis zur Staatsgründung lief auf zweierlei Varianten ab: Entweder wurde Brachland besiedelt, oder es wurde Land von Arabern gekauft. (Die dafür ihre Pächter u.U. vertreiben mussten.) Der ursprüngliche Teilungsplan des Völkerbundes hielt sich recht präzise an die zuvor geschaffenen Mehrheitsverhältnisse. Dass die Araber ihn nie anerkannten, sondern im Gegenteil dem neuen Staat sofort den Vernichtungskrieg erklärten, kann man Israel ebensowenig ankreiden, wie die Tatsache, dass Israel diesen Krieg gewonnen hat. (Wer Kriege anfängt und verliert, der verliert meist auch Territorium. Kennen wir Deutschen ja irgendwoher.)

Wie kommen Sie auf die Idee, “die Israelis” seien “fundamentalistisch in ihrem Glauben”? Und der habe zu diesen Spannungen geführt? Erstens bilden die Israelis eine pluralistische Gesellschaft, in der vom schwulen Elitekämpfer über die antizionistische “Oma gegen die Besatzung” über liberale Geschäftsleute und tief gläubige Wehrdienstverweigerer absolut jede denkbare Meinung lautstark geäußert wird. Die Spannungen liegen letztlich schlicht in der Existenz des jüdischen Staats begründet. Und für die gibt es s.o. eine Menge guter Gründe jenseits der religiösen. Womit wir bei der letzten Frage sind.

Israel wird permanent vom Rest der Welt gemahnt, den Nahostkonflikt zu lösen. Lesen Sie einfach mal alle UN-Resolutionen zum Thema, die adressieren praktisch ausschließlich die israelische Seite. Warum tut es das dann nicht? Weil es es nicht kann. Denn wie ich eben erwähnte, liegt der Grund des Konflikts in Israels Existenz. Die Gegenseite sagt das auch ganz offen: In der Hamas-Charta steht die Vernichtung Israels ganz oben. Und so lange die Gegenseite eben nicht mit Selbstverwaltung und territorialer Autonomie zufrieden ist, sondern dem jüdischen Staat ans Leder will, wird dieser den Konflikt nicht lösen. Denn das ginge nur durch Selbstauflösung. Und Suizid aus Angst vor Ermordung ist ja kein tragfähiges Konzept.

Mar 10, 2011
Wohlstandsgefälle: Teure Diener — Der Freitag → freitag.de

Wenn sogar Augsteins Fischverpackung das Problem der irrsinnigen Pensionskosten nicht kleinschreibt, muss was dran sein.

Mar 10, 2011
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Mar 9, 2011
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Mar 9, 2011
Bedrohungen gehören zum Alltag in Bus und Bahn in Duisburg - DerWesten → derwesten.de

Der Busfahrer, der hier begleitet wurde, muss sich dringend mal von Patrick Bahners erklären lassen, wie die Welt wirklich aussieht.

Mar 9, 2011
Videotipp. Und Hasserklärung an youtube.

- Weil mir eines meiner Konten ZU UNRECHT gesperrt wurde und der Drecksladen auf meinen Widerspruch nicht reagiert.

- Weil alle Videos “hängen”, seitdem ich eine 50MBit vDSL-Leitung habe. Mit 16Mbit lief es runder. Kann Zufall sein, ist mir aber unerklärlich. Alle anderen Downloads funktionieren seitdem dramatisch schneller, nur youtube funzt faktisch nicht mehr in Echtzeit.

- Weil der integrierte superschlaue google-Algorithmus es nicht schafft, mir nach dem Titel “LSE German Symposium 2011 - Integrationsdebatte Part 1/8” (auf den dieser Post hier eigentlich hauptsächlich hinweisen soll) automatisch “LSE German Symposium 2011 - Integrationsdebatte Part 2/8” anzubieten. Ausgerechnet Nr. 6/8 ist ganz oben in der Trefferliste.

Also, macht Eure Hausaufgaben bei google/youtube!

Mar 8, 2011
Faschingsdienstag in der Wiehre

Man weiß nie, ob ein Kind als Indianer verkleidet ist, oder nur die üblichen Öko-Lumpen trägt.

Mar 8, 2011
Video: Humbug hoch Quacksalberei - WELT ONLINE → welt.de

Helmut Thoma, früherer RTL-Chef, hat mit seiner genialen Erfindung der “werberelevanten Zielgruppe” für ein interessantes Phänomen gesorgt: Die Privatsender konkurrieren nachmittags um die armen, arbeitslosen Zuschauer, die “werberelevant” sind, während eine ganze Generation wohlhabender Ruheständler mit “Scripted Reality” wenig anfangen kann und von den Öffentlich-Rechtlichen bedient wird, die zu dieser Zeit keine Werbung bringen dürfen. Zumindest dürfen sie sie nicht so kennzeichnen. Wenn im redaktionellen Programm eine Viertelstunde kritikloser PR untergebracht wird, dann berechnet die Agentur dafür völlig korrekt mindestens einen fünfstelligen Betrag. Grade für umstrittene Produkte ist ein redaktionelles “Gütesiegel” viel wertvoller, als ein erkennbarer Werbeclip. Ob viel Geld dafür geflossen ist, dass ein Rutengänger - also ein Betrüger - unwidersprochen den Zuschauern von “Mein Nachmittag” im NDR mit dem Tod drohte, falls die seinen Rat nicht kaufen, weiß ich nicht. Dass jeder, der dafür Gebühren kassiert, vom Kameramann über die Redakteure bis hin zu den debil agierenden Moderatoren sich in Grund und Boden schämen sollte für diesen skandalösen journalistischen Schandfleck der Extraklasse steht hingegen fest.

Mar 7, 2011
Only one side of the story | Adi Schwartz → adi-schwartz.com

Wenn Sie wissen wollen, wie das vollkommen realitätsferne Bild des Nahostkonfliktes in Ihre Tageszeitungen kommt, begleiten Sie Adi Schwartz auf einer Reise mit Journalisten. Es lohnt sich!

Mar 6, 2011
“Those U.S. airmen were killed by Arid Uka, whose Muslim Albanian parents emigrated from Kosovo decades ago. Young Arid was born and bred in Germany. He is a German citizen who holds a German passport. He is, according to multicultural theory, as German as Fritz and Helmut and Hans. Except he’s not. Not when it counts.” —Arid Uka’s Gratitude - Mark Steyn - National Review Online
Mar 6, 2011
Zu deinen Israelgedanken: Israel erhält seinen unbegrenzen Kredit nicht deshalb, weil es eine so profitable Anlagesphäre im ökonomischen Sinne wäre, sondern weil sich hier aus unterschiedlichen Zwecksetzungen politische Interessen gleichen. Für Israel geht es um die Landnahme der noch von den Palestinensern zu säubernden Gebiete, Judäa und Samaria. Für den Westen geht es seit je her darum, die arabische Welt mit ihren Erdölresoursen zu destabilisieren und von panarabischen Bewegungen abzuhalten. Und genau aus diesem Grund war man sich einig, dass das jüdische Volk genau dort seine neue Heimat braucht.

Danke für eine geballte Ladung Bullshit. Auf diese Weise kann ich wenigstens gleich mit mehreren Unwahrheiten aufräumen.

- Selbstverständlich ist Israel eine ökonomische Regionalmacht. Weltweit auf Platz 2 der Patentanmeldungen pro Einwohner, Heimat der meisten NASDAQ-Unternehmen nach den USA. Alle Hightechfirmen haben Entwicklungsabteilungen in Israel. Dies kombiniert mit einer stabilen Bevölkerungsentwicklung macht ein exzellentes Anlageklima. (Der Vorteil an den durchgeknallten Orthodoxen: Sie kriegen Kinder wie die Karnickel - aber dass diese Kinder ebenfalls durchgeknallte Orthodoxe werden, ist dank Armeedienst und der Nähe des Sündenbabels Tel Aviv keineswegs ausgemacht.)

- Selbstverständlich hat der Westen außerdem andere Interessen, bei deren Verfolgung Israel ein nützlicher Partner ist. Es ist die (bisher) einzige pluralistische Demokratie in der Gegend. Und unter anderem deshalb unter permanenter Bedrohung. Die arabischen Potentaten machen bekanntlich für absolut jedes ihrer Versagen den jüdischen Staat verantwortlich. Selbst ein Hai vor Sharm El Sheick stammt angeblich vom Mossad. Tatsächlich hat Israel den besten Geheimdienst, dessen Informationen über islamistische Terrorpläne dem gesamten Westen zugute kommen. Hier (und quer durch Beirut) läuft die Front des aktuellen Kalten Kriegs zwischen den pluralistischen Demokratien, in denen Männer Männer küssen dürfen und Schinkenbrote legal sind und dem Reich der Finsternis, wo beides undenkbar ist. Selbstverständlich steht den Israelis unsere Hilfe in diesem Kalten Krieg zu. Außerdem können wir froh sein, dass sie einen Großteil der antiwestlichen Angriffe für uns abwehren.

- Judäa und Samaria: Kennen Sie die Jerusalem Post und die Ha’aretz? Haben beide vorzügliche englischsprachige Internetseiten. Jpost rechts, Ha’aretz links. Wenn Sie beide lesen, haben Sie ein brauchbares Meinungsbild der israelischen Mitte. Die - ebenso wie die Regierung - Judäa und Samaria loswerden will, lieber gestern als morgen. Problem: “Wann immer Israel Land aufgegeben hat, haben die Araber das nicht als Entgegenkommen gewertet, sondern als Zeichen der Schwäche.” (Peter Scholl-Latour) Während die Hamas den Gazastreifen zu einer Raketenabschussbasis hinter zivilen Schutzschildern umfunktioniert hat, läuft der Laden in der Westbank prächtig: Die Wirtschaft boomt, die Leute haben besseres zu tun, als Bomben zu basteln. Es geht spürbar aufwärts. Ohne eigenen Staat. Da Gaza faktisch nicht von der PA zu kontrollieren ist, es “daheim” aber super läuft, hat die PA grade kein wirkliches Interesse an “Friedensverhandlungen”. Und aus dem selben Grund die israelische Regierung auch nicht. Die kann einen palästinensischen Staat nur akzeptieren, wenn er Israel an seiner Seite zuverlässig Frieden gewähren kann. Der Status quo ist für alle Beteiligten völlig OK. Außer der Bevölkerung Gazas und der israelischen Gebiete in Raketenreichweite. Die sind gefickt.

- Destabilisierung: Es ist Ihnen offenbar entgangen, dass der Westen sich noch mit den finstersten Potentaten ins Bett gelegt hat, wenn diese nur “Stabilität” versprachen. Das wird nun augenfällig, wo deren Geiseln (vulgo: Volk) sich ihrer Diktatoren entledigen.

- Panarabismus: Ist sowas von 1970er. Haben Sie die letzten 30 Jahre verschlafen? Erstens sind einige der vom Westen über Jahrzehnte gehätschelten Diktatoren glühende Panarabisten und zweitens als Sozialisten lustigerweise gleichzeitig auf der Payroll der CIA wie auch Bettgenossen der SPD in der Sozialistischen Internationale. Drittens ist der Panarabismus mausetot. Sowohl Islamismus als auch Nationalismus haben hingegen an Bedeutung gewonnen.

- Heimat für das Jüdische Volk: Klar, man hätte fairerweise auch Bayern oder Schleswig-Holstein nehmen können. Ähnlich rohstoffarm, und 1948 eine ähnlich feindliche Umgebung. Allerdings hat im britischen Mandatsgebiet immer schon eine jüdische Bevölkerung gelebt und der Zionismus bereits seit einem halben Jahrhundert die dortige Ansiedlung von Juden zu fördern und organisieren versucht. Außerdem gibt es die Balfour-Erklärung von 1917.

Es sollen ja (selten) Leute Fakten zur Meinungsbildung verwendet haben. Daher: Stets zu Diensten!

Mar 6, 2011
Bemerkung zu deinem aktuellen Beitrag über die Antiatombewegung und ihre Finanzierung: Was ist jetzt eigentlich dein Argument gegen diese Aktivisten - dass sie angeblich von Jedermann bezahlt werde? - Schwaches Argument! Oder meinst du, wenn man das der Allgemeinheit nur verklickert, ergebe sich die Gegnerschaft schon von ganz alleine? (Ich fürchte, da brauchts dann doch ein bisschen inhaltliche Kritik!)

Wenn ich die Interessen von - beispielsweise - bösen Konzernen vertrete, die böse genmanipulierte Nahrung verkaufen wollen, ich meine PR-Dienste aber von allen Steuerzahlern bezahlen lasse, diese PR ihrerseits von allen Rundfunkgebührenzahlern finanziert verbreitet würde, dann findest Du das ein “Schwaches Argument”. OK. Bleibt Dir ungenommen, ich finde es skandalös. Inhaltliche Kritik am arte-Beitrag: Wieso kommt nicht ein einziger Pressesprecher der Bahn, Polizei, oder eines Energieanbieters zu Wort?

Mar 6, 2011
Einzeltäter ®
Mar 5, 2011
Hallo Herr Harnasch:) Mich würde interessieren was ihre "Traumregierung" wäre. Also welche Parteien sie gerne an der Spitze sehen würden

Ich wäre gerne Funktionär der P.A.R.T.E.I.

Mar 3, 20111 note
Wie sieht eigentlich der aktuelle Stand in Sachen Fernsehkritik aus? Mfg

Jede zweite Woche auf welt.de. Hier zum Beispiel.

Mar 2, 2011
Mitglied der "PARTEI"!? Wundert mich, schließlich handelt es sich hier um eine Satire der doch sehr linkslastigen und antidemokratischen "Titanic"!

Nein. Es handelt sich um eine extrem populistische Partei der radikalen Mitte.

Mar 1, 2011
Moin, zum israelischen Model fällt mir nur der Kommentar von (ich bin mir fast sicher) Aristoteles ein: "Du fragst mich, warum ich mitten im Gelehrten Gespräch abbreche, um einer schönen Frau hinterher zu schauen? Ich bedauere Dich mein Freund, denn das war die Frage eines Blinden." Mit freundlichen Grüßen Stubenviech

Dies ist keine Doktorarbeit, die Quelle ist egal. Das Zitat jedenfalls super!

Mar 1, 2011
Hallo Herr Harnasch ich hätte da mal eine Frage würden sie sich einer Partei oder einer politischen Richtung zuordnen?

Ich war lange Jahre FDP-Mitglied. Derzeit Mitglied der P.A.R.T.E.I. Richtung: Libertär.

Mar 1, 2011
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